Deutsche achten den Schutz geistigen Eigentums nicht

Dezember 10th, 2008

Im Grunde werden Plagiate in allen Ländern und allen Branchen begangen, die Deutschen achten den Schutz geistigen Eigentums nicht. Am repräsentativsten hierfür sind Deutschlands LIDL, das die Managementstrategien von ALDI zu 100% kopiert. Tchibo plagiiert zahllose außerordentlich beliebte Produkte anderer deutscher Firmen, fast jeder deutsche Jugendliche nutzt geraubte Software und MP3-Musik. In Deutschland werden täglich zahlreiche Verletzungen von Plagiaten begangen. Die westliche Welt kopiert gleichermaßen chinesische Produkte und Technik, ein typisches Beispiel hierfür sind LV Ledertaschen, die Chinas traditionellen, preiswerten geknüpften Taschen nachempfunden sind. Gleichermaßen stellt Deutschland traditionelle chinesische Akupunkturnadeln und Impuls-Akupunkturgeräte her. Die Domain alibaba.de wurde vom Deutschen Christian Tippkaemper registriert und so weiter und so fort. Darüber hinaus lassen deutsche Geschäftsleute zukünftig gut verkäufliche Produkte in China nachahmen und verkaufen sie anschließend zurück nach Deutschland, sodass sie überall zu finden sind. Und was noch schwerwiegender ist, in zahllosen Fällen lassen deutsche Firmen chinesische Firmen neue Produkte entwickeln und geben diese dann an noch billigere chinesische Firmen zur Produktion weiter. Das Lächerliche dabei ist, deutsche Touristen gehen am liebsten in die Pekinger Xiushuijie nur um gefälschte Markenartikel zu kaufen, die sie gerade entdeckt haben, kaufen dabei aber nicht nur für sich selbst sondern auch für Verwandte und Freunde. Wer bitte verstößt da also vorsätzlich gegen Recht und Gesetz, wer ermuntert China dazu, Plagiate zu begehen? Und wer verurteilt und bestraft die Leute?

Wenn man sich darüber im Klaren ist, dass China Mercedes, BMW, den Transrapid oder den Airbus ohnehin kopiert, warum bringt man diese „deutschen Babys“ dann überhaupt nach China? Bringt man die „Babys“ nach China, um sie nachbilden zu lassen? Wohl kaum! Offenbar sind diese „Babys“ nur Müll, den sie selbst nicht wollen, der Transrapid ist dafür das beste Beispiel. Wenn die „Babys“ wirkliche Babys wären, dann ist Deutschland ein tollwütiger Hund, der sich selbst ohrfeigt und nach Missachtung und Schelten sucht. Es gibt zwei Arten von Plagiaten: aktive und passive Plagiate. Deutschland begeht Plagiate aus vollkommen eigener Initiative, China begeht Plagiate zum Großteil passiv, sogenanntes passives Plagiieren ist einfach nur die Verarbeitung gemäß bestimmter Muster, chinesische Fabriken erhalten von deutschen Firmen Auftragslisten zur Verarbeitung gemäß bestimmter Muster, ferner haben die Fabriken keine Möglichkeit kritisch zu beurteilen, ob die Verarbeitung den Mustern entsprechend Plagiieren ist oder nicht. Nach außen hin stehen die chinesischen Firmen da wie ein Mörder, aber tatsächlich sind die deutschen Firmen die Hauptanstifter. Dennoch erhält China den Titel „Weltmeister im Fälschen“, ein cleverer Hauptakteur, der ungestraft davonkommt.

Das Verständnis der Deutschen zum Schutz geistigen Eigentums ist sehr gering, ebay Deutschland ist ein Distributionszentrum für gefälschte Produkte. Fast alle diese Produkte sind in China produziert, jedoch werden sie in Deutschland ver- und gekauft. Das deutsche Volk billigt und ermuntert zum plagiieren, denn es nutzt die Begehrtheit der Marken, wodurch es absolut keine Rücksicht auf den Schutz geistigen Eigentums nimmt. Darüber hinaus hat Deutschland für Verbraucher, die gefälschte Produkte kaufen, nicht genügend Strafmaßnahmen. Wenn die Strafen für den Handel mit gefälschten Produkten genauso wären wie die Strafen für den Drogenhandel, könnte man gefälschte Waren ausrotten. Aber Marken-Fabriken wollen das gar nicht. Je mehr Käufer von gefälschten Artikeln es gibt, desto mehr kostenlose Werbung gibt es auch und es zeigt, dass die Marke besonders dominant ist. Wer wirklich eine Stellung hat, wird auch keine gefälschten Waren kaufen. Wahrscheinlicher ist, dass Konsumenten, die gefälschte Artikel kaufen, zukünftige Käufer der echten Produkte sind. Markenfirmen und Gesetzeslücken spornen gleichermaßen zum plagiieren an. Das Ziel deutscher Firmen, wenn sie ein Patent beantragen, ist zuallererst Plagiaten deutscher Firmen der gleichen Branche vorzubeugen, erst an zweiter Stelle bedenken sie Unternehmen der gleichen Branche in China und anderen Ländern der Welt, denn die detaillierten Inhalte eines Patentes müssen die deutschen Firmen im gleichen Gewerbe mehr verstehen als alle Anderen. Wenn jemand ein Patent umgeht und gleichartige Ergebnisse erzielt, dann ist die deutsche Technik natürlich nach wie vor hochwertig und tatsächlich ist die eine noch gefährlichere Art der Fälschung. Er hat seine Ziele erreicht aber man kann ihn nicht anklagen.

Im Gegensatz dazu ist das aktive plagiieren Chinas total lächerlich. Da man die Details der Patente nicht kennt, weiß man nicht, inwiefern man etwas verändern sollte. Deutschland dient jedes dieser lächerlich plagiierten Produkte gegenüber der ganzen Welt als Beweisstück für das schamlose Begehen von Plagiaten durch China. Deutschland ist Weltmeister was die Zahl beantragter Patente anbelangt, das scheint eine große Leidenschaft zu sein, so wird von einer anderen Seite betrachtet wiedergespiegelt, wie mit dem Begehen von Plagiaten Unwesen getrieben wird. Eigentlich bringt das Plagiieren als Problem der heutigen Welt umso mehr Probleme mit sich, je entwickelter das Land ist. Aber wenn das westliche Volk China als Meister der Fälschung darstellt, ist das in Wirklichkeit als würde ein Dieb nach einer räuberischen Tat selbst „Haltet den Dieb!“ rufen.

Link zum Originalblog: http://blog.sina.com.cn/s/blog_5d23269d0100c3ds.html

Die Skizze zur nationalen Strategie zum geistigen Eigentum

November 10th, 2008

Im Folgenden ein Auszug aus der chinesischen Blogosphere zu der am 05.06.2008 vom Staatsrat veröffentlichten Skizze zur nationalen Strategie zum geistigen Eigentum (http://english.ipr.gov.cn/ipr/en/info/Article.jsp?a_no=217410&col_no=102&dir=200806):  

Die Skizze zur nationalen Strategie zum geistigen Eigentum stellt für die Entwicklung intermediärer Dienste in Bereich des geistigen Eigentums zweifellos eine Orientierungsmarke dar. Diese Skizze stellt noch höhere Anforderungen an das Gesetz im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Geschäftsfelds geistigen Eigentums und an Rechtsanwälte in Bezug auf die Stärkung der eigenständigen Bearbeitung entsprechender Fälle.

Was den Schutz geistigen Eigentums betrifft, so wurde bereits das gegenwärtig mögliche Maximum erreicht. Das Thema wird vom Staat hoch geschätzt, und es steht im Fokus der Unternehmen. Es wird an das Zeitalter der selbstständigen Innovation appelliert, was einen zunehmend vollkommenen und stärkeren Schutz geistigen Eigentums zur Folge hat.

Unternehmen, welche ihr geistiges Eigentum selbst nutzen, sollten aktiv Schutzmaßnahmen für ihr Eigentum ergreifen. Wissen ist Vermögen. Der Schutz geistigen Eigentums veranlasst Unternehmen dazu,  dieses immaterielle Vermögen in materielles Vermögen umwandeln.

Den Entwicklungstrends dieses Zeitalters ausgesetzt sollten Unternehmen den Rückenwind nutzen, das Ruder in die Hand nehmen, das Schiff lenken, Vermögen ansammeln und dieses Vermögen schützen.

Link zum Blog: http://blog.sina.com.cn/s/blog_4c080cb90100b55a.html

Ist die Frage angemessen gestellt?

Oktober 19th, 2008

Die vor allem seit der Jahrtausendwende bis heute häufig gestellte Frage, WARUM gerade China einen so ausgeprägten Hang zum Fälschen habe oder – auch weniger polemisch formuliert – warum es bei der Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte nach einhelliger Meinung bisher noch nicht zu durchschlagenden Erfolgen gekommen ist, bietet auch nach wie vor ständigen Diskussionsbedarf. Der Grund: Die wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen und kulturellen Einflussfaktoren sind hochkomplex miteinander verwoben und sollten entsprechend den sich ständig ändernden Gegebenheiten bei den Akteuren und Institutionen immer wieder neu gewichtet werden.  

Doch schließt die Frage nach den Ursachen für eine mangelhafte Durchsetzung der Rechte geistigen Eigentums wirklich den Kern der Thematik ein? Ist es nicht Zeit für eine neue, tiefergehende Fragestellung, um die tatsächlichen Mechanismen von geistigem Eigentum im wirtschaftlichen Zusammenhang zu erfassen?  Dazu ließe sich zunächst reflektieren über die Frage: Wann und wo genau fangen die Herausforderungen des „geistigen Eigentümers“ an, bevor sein Gedankengut bzw. seine Informationen überhaupt unter rechtliche Definitionen passen, wirtschaftliche Auswirkungen haben oder politisch und kulturell interessant werden? Nämlich dann, wenn sich der Eigentümer entscheidet, diese kommerziell zu nutzen, was eine Weitergabe an beteiligte Akteure heutzutage unumgänglich macht – und das mit steigender Tendenz.  

Denn wie bereits gegenwärtig, so vielmehr noch zukünfig dürfte folgendes Szenario gelten: Zunehmende Globalisierung -> zunehmender Wettbewerb -> zunehmende wirtschaftliche Verpflechtungen  -> zunehmende Kooperationen -> zunehmender Informationsaustausch. So dürfte sich ein nicht unwesentlicher Wettbewerbsvorteil aus der Fähigkeit ergeben, Informationen, die gemeinhin unter dem Oberbegriff geistiges Eigentum eine hohe Wertschätzung erfahren, gegenüber Kooperationspartnern bewusst und kontrolliert handzuhaben und austauschen zu können. Vielleicht sollte man sich in Zukunft doch auch mal die Frage stellen: WIE funktioniert überhaupt der Umgang mit geistigem Eigentum innerhalb und zwischen Unternehmen?

What is special about the intellectual property environment of CHINA?

Oktober 19th, 2008

The intellectual property environment in China is shaped by at least - but not confined to - economic, political, legal and cultural factors. But, what are the factors which could be considered being the most relevant in the Chinese context and why? Are they  China-specific to a large extent? If yes, why that?